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«Der Polanski-Entscheid erspart beiden Seiten eine Blamage»

Wie wird die Freilassung Roman Polanskis in der Schweiz von den Amerikanern aufgenommen? Korrespondent Walter Niederberger zum überraschenden Entscheid.

Der promimente Filmschaffende ist nun ein freier Mann: Polanski bei der Hinfahrt vom Gefängnis in sein Gstaader Chalet am 4. Dezember 2009.
Der promimente Filmschaffende ist nun ein freier Mann: Polanski bei der Hinfahrt vom Gefängnis in sein Gstaader Chalet am 4. Dezember 2009.
AFP

Wie werden die Reaktionen in den USA auf den Polanski-Entscheid Berns ausfallen? Meiner Einschätzung nach dürften beide Seiten zufrieden sein. Sicher werden sich nun einige Leute aufregen. Aber schliesslich haben sich beide Seiten mit diesem Entscheid eine anhaltende Blamage erspart.

Wie muss man das verstehen? Ich glaube nach wie vor, dass die Amerikaner sehr überrascht waren, als die Schweizer plötzlich Polanski verhafteten und später sogar den Eindruck erweckten, als wollten sie ihn ausliefern. Dies, weil zuvor mehrere andere Länder Auslieferungsbegehren nicht befolgt hatten. Klar kann man sagen, die USA hätten das Begehren zur Verhaftung gestellt. Aber sie rechneten eher nicht damit, dass dieser Fall eintritt. Auch nach dem Fall UBS mussten die USA doch damit rechnen, dass sich die Schweiz hier dem Ansinnen der USA entgegenstellt.

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