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Der lange, schlanke Arm der USA

Die Regierung Obama möchte Militäreinsätze künftig so führen wie jetzt im libyschen Benghazi.

Barack Obamas Botschaft lautet: «Wenn Amerikaner angegriffen werden, so werden wir die Verantwortlichen finden und für Gerechtigkeit sorgen – egal, wie lange es dauert.»
Barack Obamas Botschaft lautet: «Wenn Amerikaner angegriffen werden, so werden wir die Verantwortlichen finden und für Gerechtigkeit sorgen – egal, wie lange es dauert.»

Der Präsident war guter Laune. In der Nacht auf Montag hatten US-Spezialkommandos einen Feind der Nation aufgegriffen: Ahmed Abu Khattala, mutmasslicher Drahtzieher des Anschlags auf die US-Vertretung im libyschen Benghazi, bei dem 2012 vier US-Bürger starben. Das sende eine wichtige Botschaft an die Welt, sagte Obama: «Wenn Amerikaner angegriffen werden, so werden wir die Verantwortlichen finden und für Gerechtigkeit sorgen – egal, wie lange es dauert.» Der Einsatz in Libyen soll ohne Abgabe eines Schusses gelungen sein. Rund zwei Dutzend Angehörige der Spezialeinheit Delta sowie Beamte der Bundespolizei FBI hatten den mutmasslichen Terroristen in einem Vorort von Benghazi kurz nach Mitternacht aufgegriffen, in ein Auto gesteckt und auf ein Kriegsschiff verfrachtet. In den kommenden Tagen wird Khattala in den USA ankommen und vor ein Bundesbezirksgericht in Washington gestellt.

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