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Der einzige Häftling der Welt mit fünf Toiletten

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist in eine neue Wohnung umgezogen. Die Unterkunft liegt in einem der vornehmsten Stadtteile Manhattans – und bietet einige Annehmlichkeiten.

Kann wieder lachen: Strauss-Kahn als freier Mann auf den Strassen New Yorks. (25. August 2011)
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Reuters
Feierte seine Entlassung aus dem Hausarrest: Dominique Strauss-Kahn verlässt das Restaurant Scalinatella in Manhatten. (1. Juli 2011)
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Reuters
Wie im Film: Die Crime Scene Unit ermittelt im Hotel. (15. Mai 2011)
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Der unter Hausarrest stehende Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist am Mittwoch von einer temporären Unterkunft in ein vornehmes Stadthaus in Manhattan gezogen. Der wegen versuchter Vergewaltigung angeklagte Franzose war dabei gesehen worden, wie er lächelnd in ein graues Auto stieg.

Er wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen rund 1,6 Kilometer von seiner bisherigen Wohnung entfernt in das Haus in Tribeca, einem Stadtteil von Manhattan, gebracht, wie eine Gewährsperson sagte.

Vornehmer Stadtteil

Gerichtsbeamte hatten zuvor bestätigt, dass man sich auf eine neue Unterkunft für Strauss-Kahn geeinigt habe. Sprecher David Bookstaver sagte, der Richter habe den Plänen zugestimmt. Die neue Unterkunft Strauss-Kahns liegt den Angaben der Gewährsperson zufolge in einer der vornehmsten Stadtteile Manhattans und verfügt über vier Schlafzimmer und fünf Badezimmer. Das Haus liegt in der Nähe des Gerichtsgebäudes, in dem der ehemalige IWF-Chef zu Anhörungen erscheinen muss.

Strauss-Kahns Anwalt William Taylor sagte zu Journalisten, seinem unter Hausarrest stehenden Mandanten gehe es gut. «Es gibt nicht viel, das er machen kann.»

Unter Beobachtung

Der frühere IWF-Chef war nach seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft zunächst in einem New Yorker Hochhaus nahe der Wall Street unter Hausarrest gestellt worden. Strauss-Kahn wird von bewaffneten Wächtern beobachtet und muss eine elektronische Fussfessel tragen. Seine Bewegungen werden von Kameras aufgezeichnet. Seine Unterkunft darf er nur für Gerichtstermine, Arztbesuche und Gottesdienste verlassen. Die Staatsanwaltschaft muss mindestens sechs Stunden vorher über geplante Ausgänge informiert werden.

Zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr darf Strauss-Kahn nicht nach draussen. Allerdings kann er Besuch empfangen. Zusätzlich zu Familienmitgliedern dürfen sich bis zu vier weitere Personen in der Wohnung aufhalten. Für seine Bewachung muss Strauss-Kahn rund 200'000 Dollar pro Monat aus eigener Tasche bezahlen. Nicht berücksichtigt ist dabei die Miete für das Haus, in dem er jetzt untergebracht ist. Im Internet war das Haus für 50'000 Dollar pro Monat zur Miete ausgeschrieben.

Heimkino und Gymnastikraum

Strauss-Kahns neues Zuhause verfügt über ein eigenes Kino, einen Gymnastikraum und vier Badezimmer mit Whirlpool-Wannen und Dampfduschen. Laut Ausschreibung im Internet wurde das Haus erst vor kurzem renoviert. Das Wohnzimmer verfüge über einen Kamin sowie ein grosses Dachfenster. Auch eine grosse Terrasse gehöre zum Mietpreis, heisst es.

Strauss-Kahn war am 14. Mai wegen des Verdachts auf versuchte Vergewaltigung einer Hotelangestellten in New York festgenommen worden.

dapd/kpn, wid

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