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Comey ist zu Aussage vor US-Senat bereit

Ein enger Berater des US-Präsidenten ist laut Medienbericht ins Visier der Ermittler in der Russland-Affäre geraten. Derweil wagt der entlassene FBI-Direktor den Schritt an die Öffentlichkeit.

chk
Donald und Melania Trump vor der Abreise nach Saudiarabien: Laut einem Medienbericht bereiten sich Anwälte des Weissen Hauses aktuell auf ein mögliches Amtsenthebungsverfahren vor. (19. Mai 2017)
Donald und Melania Trump vor der Abreise nach Saudiarabien: Laut einem Medienbericht bereiten sich Anwälte des Weissen Hauses aktuell auf ein mögliches Amtsenthebungsverfahren vor. (19. Mai 2017)
Alex Wong/Getty Images
Erklärt sich bereit, vor einem Ausschuss des US-Senats auszusagen: Der frühere FBI-Direktor James Comey. (Archivbild)
Erklärt sich bereit, vor einem Ausschuss des US-Senats auszusagen: Der frühere FBI-Direktor James Comey. (Archivbild)
Carolyn Kaster, Keystone
Lässt sich nicht hetzen: US-Präsident Donald Trump, hier bei der Newskonferenz mit Juan Manuel Santos im East Room des Weissen Hauses. (18. März 2017).
Lässt sich nicht hetzen: US-Präsident Donald Trump, hier bei der Newskonferenz mit Juan Manuel Santos im East Room des Weissen Hauses. (18. März 2017).
EPA
Ist im Gespräch für die Nachfolge des FBI-Direktors: Der frühere Senator Connecticuts, Joe Lieberman, verlässt das Weisse Haus. (17. Mai 2017)
Ist im Gespräch für die Nachfolge des FBI-Direktors: Der frühere Senator Connecticuts, Joe Lieberman, verlässt das Weisse Haus. (17. Mai 2017)
Michael Reynolds, Keystone
Drama im echten und im fiktiven Weissen Haus: Robin Wright alias Clair Underwood in «House of Cards».
Drama im echten und im fiktiven Weissen Haus: Robin Wright alias Clair Underwood in «House of Cards».
Keystone
Fühlt sich ungerecht behandelt: Donald Trump beim Besuch einer Kadettenschule in Connecticut. (17. Mai 2017)
Fühlt sich ungerecht behandelt: Donald Trump beim Besuch einer Kadettenschule in Connecticut. (17. Mai 2017)
Susan Walsh/AP, Keystone
Poltergeist: Der amerikanische Präsident beschwert sich über die aktuelle Berichterstattung seiner Amtszeit. (17. Mai 2017)
Poltergeist: Der amerikanische Präsident beschwert sich über die aktuelle Berichterstattung seiner Amtszeit. (17. Mai 2017)
Steven Senne (AP), Keystone
Bei den Kadettenschule der Küstenwache in New London scheint sich Donald Trump aber auch recht gut zu amüsieren.
Bei den Kadettenschule der Küstenwache in New London scheint sich Donald Trump aber auch recht gut zu amüsieren.
Susan Walsh (AP), Keystone
Soll sich nach TV-Auftritten dreckig fühlen: Trump-Beraterin Kellyanne Conway gibt ein Statement zur Einreisesperre für Personen aus muslimischen Ländern ab. (13. Februar 2017)
Soll sich nach TV-Auftritten dreckig fühlen: Trump-Beraterin Kellyanne Conway gibt ein Statement zur Einreisesperre für Personen aus muslimischen Ländern ab. (13. Februar 2017)
Pablo Martinez Monsivais/AP, Keystone
Hat die Produzenten für den Film «Fahrenheit 11/9» schon gefunden: Filmemacher Michael Moore. (Archivbild)
Hat die Produzenten für den Film «Fahrenheit 11/9» schon gefunden: Filmemacher Michael Moore. (Archivbild)
Jose Luis Magana, Keystone
Leben bald wieder alle unter einem Dach: Die Familie Trump kommt in Palm Beach, Florida an. (Archivbild)
Leben bald wieder alle unter einem Dach: Die Familie Trump kommt in Palm Beach, Florida an. (Archivbild)
Joe Raedle/Getty Images, AFP
Auf dem Rasen vor dem Weissen Haus gelandet: Donald Trump salutiert beim Aussteigen aus der Marine One. (13. Mai 2017)
Auf dem Rasen vor dem Weissen Haus gelandet: Donald Trump salutiert beim Aussteigen aus der Marine One. (13. Mai 2017)
Olivier Douliery, AFP
Donald Trump will eine rund 3200 Kilometer lange Mauer: Blick auf das bereits existierende Stück in San Diego. (Archivfoto/13. Juni 2013)
Donald Trump will eine rund 3200 Kilometer lange Mauer: Blick auf das bereits existierende Stück in San Diego. (Archivfoto/13. Juni 2013)
Gregory Bull, Keystone
Warnung per Tweet: US-Präsident Donald Trump. (4. Mai 2017)
Warnung per Tweet: US-Präsident Donald Trump. (4. Mai 2017)
Evan Vucci, Keystone
«Wenn Russland oder jemand anderes versucht, in unsere Wahlen einzugreifen, ist das eine schreckliche Sache»: US-Präsident Donald Trump im TV-Interview. (11. Mai 2017)
«Wenn Russland oder jemand anderes versucht, in unsere Wahlen einzugreifen, ist das eine schreckliche Sache»: US-Präsident Donald Trump im TV-Interview. (11. Mai 2017)
Joe Gabriel/NBC News, Keystone
Es sei «das grösste Privileg» seiner Karriere gewesen, unter Comey gedient zu haben: FBI Direktor Andrew McCabe vor dem Geheimdienstausschuss des Senats in Washington. (11. Mai 2017)
Es sei «das grösste Privileg» seiner Karriere gewesen, unter Comey gedient zu haben: FBI Direktor Andrew McCabe vor dem Geheimdienstausschuss des Senats in Washington. (11. Mai 2017)
Jacquelyn Martin, Keystone
Ein Lächeln im Gesicht: Der entlassene FBI-Chef James Comey vor seinem Haus. (10. Mai 2017)
Ein Lächeln im Gesicht: Der entlassene FBI-Chef James Comey vor seinem Haus. (10. Mai 2017)
Sait Serkan Gurbuz, Keystone
Glücksspieler setzen auf seine Absetzung: Donald Trump. (10. Mai 2017)
Glücksspieler setzen auf seine Absetzung: Donald Trump. (10. Mai 2017)
Evan Vucci, Keystone
«Nicht die Zeit, um still zu bleiben»: Demonstranten halten Plakate hoch und protestieren gegen den US-Präsidenten. (10. Mai 2017)
«Nicht die Zeit, um still zu bleiben»: Demonstranten halten Plakate hoch und protestieren gegen den US-Präsidenten. (10. Mai 2017)
Jim Watson, AFP
Trump wollte Comey schon seit dem Tag seiner Wahl loswerden: Der FBI-Direktor vor dem Senate Judiciary Committee. (3. Mai 2017)
Trump wollte Comey schon seit dem Tag seiner Wahl loswerden: Der FBI-Direktor vor dem Senate Judiciary Committee. (3. Mai 2017)
Shawn Thew, Keystone
Es habe viele «Fehltritte und Fehler» gegeben: Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, steht den Medien Red und Antwort. (10. Mai 2017)
Es habe viele «Fehltritte und Fehler» gegeben: Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, steht den Medien Red und Antwort. (10. Mai 2017)
Susan Walsh, Keystone
Noch vor dem Schock: Wenige Tage vor der plötzlichen Entlassung spricht FBI-Chef James Comey vor einem Justiz-Ausschuss des US-Senats in Washington. (3. Mai 2017)
Noch vor dem Schock: Wenige Tage vor der plötzlichen Entlassung spricht FBI-Chef James Comey vor einem Justiz-Ausschuss des US-Senats in Washington. (3. Mai 2017)
Jim Watson, AFP
Comey habe das Vertrauen «von fast allen in Washington» verloren: US-Präsident Donald Trump im Garten des Weissen Hauses. (7. Mai 2017)
Comey habe das Vertrauen «von fast allen in Washington» verloren: US-Präsident Donald Trump im Garten des Weissen Hauses. (7. Mai 2017)
Ron Sachs/EPA, Keystone
«Schockierend»: Der Vizevorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Demokrat Mark Warner, ist empört über die Entlassung Comeys. (9. Mai 2017)
«Schockierend»: Der Vizevorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Demokrat Mark Warner, ist empört über die Entlassung Comeys. (9. Mai 2017)
Photo by Mark Wilson/Getty Images
Kurz nach dem Bekanntwerden von Donald Trumps überraschendem Personalentscheid ziehen Kommentatoren historische Vergleiche zum Watergate-Skandal – und insbesondere zum berüchtigten «Samstagabend-Massaker». (7. Mai 2017)
Kurz nach dem Bekanntwerden von Donald Trumps überraschendem Personalentscheid ziehen Kommentatoren historische Vergleiche zum Watergate-Skandal – und insbesondere zum berüchtigten «Samstagabend-Massaker». (7. Mai 2017)
AP Photo/Carolyn Kaster
Ein dunkles Kapitel in der US-Geschichte: Damals, 1973, entliess US-Präsident Nixon in der Watergate-Affäre einen unabhängigen Sonderermittler. Gegen Nixon wurde später ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet.
Ein dunkles Kapitel in der US-Geschichte: Damals, 1973, entliess US-Präsident Nixon in der Watergate-Affäre einen unabhängigen Sonderermittler. Gegen Nixon wurde später ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet.
AP Photo/Charles Tasnadi
Sonderermittler Archibald Cox verlor seinen Job. Nixon wollte sich damit aus den Schlingen der Abhöraffäre befreien, was aber bekanntlich misslang: Weniger als ein Jahr später trat er zurück.
Sonderermittler Archibald Cox verlor seinen Job. Nixon wollte sich damit aus den Schlingen der Abhöraffäre befreien, was aber bekanntlich misslang: Weniger als ein Jahr später trat er zurück.
AP Photo/Charles Tasnadi
«Das ist keine Vertuschung»: Trump-Beraterin Kellyanne Conway hat Kritik an der Entlassung von FBI-Direktor Comey dagegen zurückgewiesen. (9. Mai 2017)
«Das ist keine Vertuschung»: Trump-Beraterin Kellyanne Conway hat Kritik an der Entlassung von FBI-Direktor Comey dagegen zurückgewiesen. (9. Mai 2017)
AP Photo/Carolyn Kaster
Trump-Pressesprecher Sean Spicer. (9. Mai 2017)
Trump-Pressesprecher Sean Spicer. (9. Mai 2017)
AP Photo/Carolyn Kaster
Journalisten versammeln sich vor dem Gebäude der Directors Guild of America in Los Angeles; hier sprach Comey am Dienstagabend vor Mitarbeitern, als plötzlich seine Entlassung bekannt wurde. (9. Mai 2017)
Journalisten versammeln sich vor dem Gebäude der Directors Guild of America in Los Angeles; hier sprach Comey am Dienstagabend vor Mitarbeitern, als plötzlich seine Entlassung bekannt wurde. (9. Mai 2017)
AP Photo/Damian Dovarganes
Trat sein Amt im September 2013 an und wurde nun entlassen: FBI-Chef James Comey. (Archivbild)
Trat sein Amt im September 2013 an und wurde nun entlassen: FBI-Chef James Comey. (Archivbild)
Drew Angerer/Getty Images, AFP
«Ich habe die Empfehlung akzeptiert, Sie sind hiermit entlassen»: Trumps Kündigungsschreiben an James Comey. (9. Mai 2017)
«Ich habe die Empfehlung akzeptiert, Sie sind hiermit entlassen»: Trumps Kündigungsschreiben an James Comey. (9. Mai 2017)
Jon Elswick, Keystone
Die Demokraten sind entsetzt über seine Entlassung: FBI-Chef James Comey während eines Hearings in Washington. (3. Mai 2017)
Die Demokraten sind entsetzt über seine Entlassung: FBI-Chef James Comey während eines Hearings in Washington. (3. Mai 2017)
Carolyn Kaster, Ex-Press
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Im Zuge der Russland-Untersuchungen wird der gefeuerte FBI-Chef James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Das teilte der Vorsitzende des Ausschusses, der republikanische Senator Richard Burr, am Freitag mit. Das Datum für die Anhörung sei noch nicht festgelegt, es werde aber nach dem Memorial Day stattfinden. An dem Gedenktag, dem letzten Montag im Mai, erinnern die Amerikaner an ihre Gefallenen. US-Präsident Donald Trump sorgt derweil mit einer deutlichen Aussage über Comey für Irritationen.

Burr sagte, dass der Ausschuss von Comey mehr über die Rolle erfahren wolle, die dieser bei der Einschätzung des FBI spielte, Russland habe sich in die US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr eingemischt. Burr erklärte auch, dass er hoffe, dass Comeys Aussage einige Fragen beantworten werde, die seit dessen plötzlicher Entlassung durch US-Präsident Donald Trump aufgekommen seien.

Comey für Gesprächsnotizen bekannt

Comey wird sich sicherlich mit Fragen über ein Abendessen im Januar auseinandersetzen müssen, bei dem Trump ihn laut einer Erklärung Comeys an Vertraute aufgefordert haben soll, ihm Loyalität zu schwören. Wochen später, so heisst es ebenfalls von Comeys Verbündeten, soll der Präsident verlangt haben, dass die Ermittlungen gegen seinen Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn eingestellt werden.

Comey ist bekannt dafür, Gesprächsnotizen über Begegnungen zu machen, die ihm besonders wichtig oder auch seltsam vorkommen. Eine Einladung des Justizausschusses des US-Senats zur Anhörung hatte er ausgeschlagen.

Berater im Visier

Weitere Schlagzeilen machten im Zuge der Russland-Ermittlungen die Runde: Der «Washington Post» zufolge ist nun auch ein enger Berater des US-Präsidenten im Visier der Ermittler. Er oder sie werde als Person von besonderem Interesse eingestuft, hiess es von der «Post». Einen Namen nannte die Zeitung nicht.

Derzeitige Mitglieder der Regierung, die Kontakte zu Russland eingeräumt haben, sind Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Justizminister Jeff Sessions und Aussenminister Rex Tillerson. Bisher war bekannt gewesen, dass vor allem Trumps ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn und sein früherer Wahlkampfchef Paul Manafort im Zentrum der Ermittlungen stehen.

Vor mehr als einer Woche entlassen

Das Weisse Haus wiederholte seine Ansicht, dass eine gründliche Ermittlung bestätigen werde, dass es zwischen Trumps Wahlkampfteam und dem Ausland keine Verbindungen gegeben habe.

Trump hatte Comey vor etwas mehr als einer Woche entlassen. Das Weisse Haus und Regierungsmitarbeiter gaben danach mehrere diverse Erklärungen ab, warum die Personalentscheidung so plötzlich vorgenommen worden sei. Kritiker warfen Trump vor, mit der Entlassung die FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre stoppen zu wollen.

(AP)

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