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Chávez atmet nur noch schwer

Nach seiner vierten Operation leide Venezuelas Präsident an einer Lungenentzündung und Atembeschwerden, teilte die Regierung mit. Zudem warnte sie vor dem psychologischen Gerüchtekrieg der Opposition.

Sorgt sich um ihren Präsidenten: Eine Frau gestaltet in Caracas einen Altar für Hugo Chávez. (3. Januar 2013)
Sorgt sich um ihren Präsidenten: Eine Frau gestaltet in Caracas einen Altar für Hugo Chávez. (3. Januar 2013)
Reuters

Bei Venezuelas Präsident Hugo Chávez sind nach der jüngsten Krebsoperation «Komplikationen» aufgetreten. Chávez leide an einer «schweren Lungenentzündung», sagte Kommunikationsminister Ernesto Villegas gestern in Caracas. Chávez habe daher «Atembeschwerden».

Villegas warnte die Bevölkerung, die Opposition betreibe einen «psychologischen Gerüchtekrieg» um den Gesundheitszustand des Präsidenten. Die Regierung bekräftige ihr Vertrauen in das kubanische Ärzteteam, das Chávez in Havanna betreut.

Chávez war am 11. Dezember zum vierten Mal in Kuba wegen eines Tumors operiert worden. Der Linksnationalist steht seit 1999 an der Spitze des ölreichen lateinamerikanischen Landes, im Oktober wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Am 10. Januar soll er nach den bisherigen Planungen vereidigt werden.

Widersprüchliche Meldungen über Gesundheitszustand

Die Regierung hatte Anfang Woche von einem «komplexen postoperativen Zustand» des Präsidenten gesprochen. Manchmal gebe es eine leichte Besserung in seinem Gesundheitszustand, dann wieder «stagnierende Situationen», sagte Chávez' Stellvertreter und designierter Nachfolger Nicolás Maduro. Er wandte sich dabei gegen Gerüchte und «Lügen» über eine angebliche Verschlechterung von Chávez' Gesundheitszustand.

Über den Zustand von Chávez kursierten in den vergangenen Tagen widersprüchliche Informationen. «Stabil», «nicht frei von Risiken», «heikel» oder «komplex» wird sein Zustand von verschiedenen Seiten umschrieben. Bei vielen Venezolanern sorgen die widersprüchlichen Regierungsangaben über den Zustand ihres Präsidenten Chávez für Nervosität.

Vereidigung am 10. Januar

Der Linksnationalist Chávez steht seit 1999 an der Spitze des südamerikanischen Landes, im Oktober wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Am 10. Januar soll er vereidigt werden, doch könnte der Termin wegen seines schlechten Gesundheitszustands verschoben werden.

Die Verfassung sieht eigentlich vor, dass innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen stattfinden, sollte der Präsident vor seiner Vereidigung ausfallen oder sterben. Maduro und Parlamentspräsident Diosdado Cabello erklärten, dass Chávez auch später vereidigt werden könnte. Cabello sagte zudem, er werde nicht, wie in der Verfassung vorgesehen, Chávez im Fall seiner Verhinderung vertreten.

AFP/sda/chk

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