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Rätseln um Grund für Sperrung von Weissem Haus

Am Dienstag wurde der Wohnsitz von US-Präsident Donald Trump abgeriegelt. Grund war ein unbekanntes Objekt in der Luft.

Beamte des Sicherheitsdienstes patrouillieren vor einem Eingang zum Weissen Haus. (26. November 2019)
Beamte des Sicherheitsdienstes patrouillieren vor einem Eingang zum Weissen Haus. (26. November 2019)
Michael Reynolds, Keystone

Ein «sich langsam bewegender Klumpen» im eingeschränkten Luftraum über Washington löste laut «CNN» am Dienstagmorgen (Lokalzeit) die Sperrung des Weissen Hauses aus.

Unter Berufung auf Informationen eines US-Verteidigungsbeamten sollen sich hochrangige nationale Sicherheitsbeamte versammelt haben, um die Situation zu koordinieren und zu überwachen; unter anderem seien Kampfjets der US-Luftwaffe entsendet worden. Auch das Kapitol wurde unter «restriktiven Zugang» gestellt.

Die Sperrung wurde jedoch kurz nach der Meldung wieder aufgehoben. Erste Erkenntnisse ergaben, dass es sich beim «Klumpen» um ein nicht autorisiertes aber auch «nicht feindliches» Flugzeug handelte. Stunden nach der Entwarnung teilte ein Verteidigungsbeamter «CNN» jedoch mit, dass das Objekt noch nicht endgültig identifiziert wurde.

Der mysteriöse «Klumpen» sei auf dem Radar der Capitol Police aufgetaucht. Dauraufhin wurde der Alarm ausgelöst. Derzeit werden laut Bericht drei Möglichkeiten analysiert: einen Vogelschwarm, eine Drohne oder eine atmosphärische Anomalie. Laut einem Beamten des Weissen Hauses soll die Sperrung auf eine mögliche Drohne zurückzuführen sein. Zwei Quellen der Capitol Police glauben jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit eines Vogelschwarms am höchsten ist. Dies könne man an der Art erkennen, wie der «Klumpen» auf dem Radar auftauchte und wieder verschwand.

Kampfjetpilot meldet einen Vogelschwarm

Auch eine Tonaufnahme des Kontrollzentrum der Flugsicherheit liefert Hinweise auf einen Vogelschwarm. Auf der Aufnahme berichtet der Pilot eines Kampfjets von Vögeln in der Luft, die nach Nordwesten ziehen.

«Ein ausgebildeter Radarbetreiber sollte in der Lage sein, zwischen einem Vogelschwarm und einem Flugzeug zu unterscheiden. Aber dieser Fehler ist tatsächlich ein ziemlich häufiger», sagt der pensionierte Luftwaffenoberst Cedric Leighton zu «CNN». «Wenn ein Vogelschwarm auf dem Bildschirm erscheint, kann dies einem kleinen Flugzeugs sehr ähnlich sein. Die Verwechslung geschieht manchmal mit älteren Radarsystemen», fügte er hinzu. Deshalb sei es notwendig, Radarbilder mit Hilfe anderer Informationsquellen zu überprüfen.

Der Luftraum um Washington ist nach Angaben der Federal Aviation Administration (FAA) stärker eingeschränkt als anderswo im Land. Die Vorschriften wurden nach den Anschlägen vom 11. September erlassen und deklarieren das Gebiet um das Weisse Haus als «Luftraum der nationalen Verteidigung». Flugzeuge, die über die US-Hauptstadt fliegen möchten, benötigen eine Genehmigung der FAA oder Behörde für Verkehrssicherheit.

mit Material von Reuters

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