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Al-Qaida tüftelt an Störsender gegen Drohnen

Laut der «Washington Post» sollen Ingenieure für das Terrornetzwerk al-Qaida neue Methoden entwickeln, um Drohnenangriffe der Amerikaner zu stoppen. Mit der Umsetzung scheint es zu harzen.

Mit Störsendern gegen Drohnen: Ein unbemanntes Luftfahrzeug landet auf einem amerikanischen Flugzeugträger im atlantischen Ozean. (10. Juli 2013)
Mit Störsendern gegen Drohnen: Ein unbemanntes Luftfahrzeug landet auf einem amerikanischen Flugzeugträger im atlantischen Ozean. (10. Juli 2013)

Das Terrornetzwerk Al-Qaida ist auf der Suche nach Möglichkeiten, US-Drohnenangriffe zu stoppen. Die Anführer beauftragten demnach Ingenieure, bekannte technische Schwachstellen der unbemannten Fluggeräte zu nutzen. Dies berichtete die US-Tageszeitung «Washington Post» heute unter Berufung auf streng vertrauliche Geheimdienstdokumente.

Das Blatt hatte die Informationen von dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden erhalten. Die Terroristen hoffen demnach, dass ein technologischer Durchbruch die Drohnenangriffe stoppen könne. Bislang wurden dadurch etwa 3000 Menschen getötet. Die Mitglieder des Terrornetzwerkes mussten ihre Bewegungsfreiheit in Ländern wie Pakistan, dem Jemen, Afghanistan oder Somalia stark einschränken.

Bisher kein Erfolg

Nach Angaben von Experten liegt eine Schwachstelle der unbemannten Flugkörper bei den Satellitenverbindungen und Fernsteuerungen, mit denen Piloten die Drohnen aus Tausenden Kilometern Entfernung steuern. Al-Qaida versuche, Störsender zu entwickeln. Bei anderen Projekten soll es um die Entwicklung von Beobachtungsballons und kleinen ferngesteuerten Flugkörpern gehen. Damit wollen sie die Drohnen beobachten.

Dem Geheimbericht zufolge hat Al-Qaida allerdings «erhebliche» Probleme, eine wirkungsvolle Angriffsmethode zu entwickeln. Es gebe keine Hinweise, dass Al-Qaida bereits den Betrieb einer Drohne gestört habe. Viele Mitglieder des Terrornetzwerkes sind laut dem Bericht Techniker oder haben eine wissenschaftliche Ausbildung.

SDA/ajk

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