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«Alle 40 Stunden wird jemand gelyncht»

In New York schiessen Polizisten am helllichten Tag auf der Strasse einen verwirrten Kiffer tot. Einen Schwarzen. Ein Fall in einer Reihe von Exzessen, die in den USA Tradition haben.

Haben US-Polizisten ein Gewaltproblem? New-York-City-Polizisten stehen bereit vor dem Zuccotti-Park während einer Demonstration der Occupy-Wall-Street-Bewegung. (Foto: 17. November 2011)
Haben US-Polizisten ein Gewaltproblem? New-York-City-Polizisten stehen bereit vor dem Zuccotti-Park während einer Demonstration der Occupy-Wall-Street-Bewegung. (Foto: 17. November 2011)
Mike Segar, Reuters
Bekiffter Messerfuchtler: Der offenbar unter Marihuana-Einfluss stehende Darius Kennedy (l.) wird am Samstag, 11. August, von New Yorker Polizisten ins Visier genommen. Weil er das Messer nicht ablegt, wird er Sekunden später erschossen. (Foto: 11. August 2012)
Bekiffter Messerfuchtler: Der offenbar unter Marihuana-Einfluss stehende Darius Kennedy (l.) wird am Samstag, 11. August, von New Yorker Polizisten ins Visier genommen. Weil er das Messer nicht ablegt, wird er Sekunden später erschossen. (Foto: 11. August 2012)
Lincoln Rocha, New York Times, AFP
Manche Fälle bewegen etwas: Die Tötung des unbewaffneten 17-jährigen Trayvon Martin in Florida durch einen selbst ernannten «Nachbarschaftswächter» wühlte wochenlang das ganze Land auf. Die Polizei hatte den Fall zunächst ignoriert, weil der Schütze behauptete, er habe sich von Trayvon bedroht gefühlt. Inzwischen ist ein Verfahren hängig. (Foto: Protestaktion am 2. März 2012 in Florida)
Manche Fälle bewegen etwas: Die Tötung des unbewaffneten 17-jährigen Trayvon Martin in Florida durch einen selbst ernannten «Nachbarschaftswächter» wühlte wochenlang das ganze Land auf. Die Polizei hatte den Fall zunächst ignoriert, weil der Schütze behauptete, er habe sich von Trayvon bedroht gefühlt. Inzwischen ist ein Verfahren hängig. (Foto: Protestaktion am 2. März 2012 in Florida)
David Manning, Reuters
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Die Amerikaner wissen es. Jeder, der regelmässig amerikanische Filme oder Serien schaut, weiss es: Wer nicht sofort, am besten innert Sekunden, den Anweisungen eines US-Polizisten Folge leistet, riskiert, «niedergebracht» zu werden. «To put down» nennt man das in den USA. Und es bedeutet nicht, einen Schuss ins Bein zu kriegen.

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