Trump hat nicht vor, Gülen auszuliefern

Seitens der Türkei hiess es, der US-Präsident wolle den im Exil lebenden türkischen Prediger ausliefern. Washington sieht das anders.

Der Prediger lebt seit knapp 20 Jahren in den USA: Fetullah Gülen spricht in seinem Exil zu den Medien. (17. Juli 2016)

Der Prediger lebt seit knapp 20 Jahren in den USA: Fetullah Gülen spricht in seinem Exil zu den Medien. (17. Juli 2016)

(Bild: Keystone Chris Post/AP)

US-Präsident Donald Trump erwägt keine Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen an die Türkei. Damit widerspricht er türkischen Angaben vom Wochenende. Trump habe sich bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Rande des jüngsten G20-Gipfels in Argentinien nicht auf eine Überstellung festgelegt, sagte ein Vertreter der US-Regierung am Montag.

Das US-Justizministerium teilte zudem mit, man werde «alles neue Material» überprüfen, das die türkische Regierung im Zusammenhang mit dem Auslieferungsgesuchen zur Verfügung stelle. Eine Entscheidung über eine Auslieferung werde «auf der Basis der Fakten und der relevanten US-Gesetze» erfolgen.

Für Putschversuch verantwortlich gemacht

Erdogan macht Gülen für den Militärputsch gegen ihn im Jahre 2016 verantwortlich und will den Prediger zur Rechenschaft ziehen. Dieser hat jedoch jede Beteiligung an dem Putschversuch zurückgewiesen. Gülen lebt seit fast zwei Jahrzehnten im US-Exil.

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Sonntag gesagt, Trump habe gegenüber Erdogan erklärt, die USA arbeiteten an der Auslieferung Gülens und weiterer Personen.

roy/SDA

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