Guaidó schliesst US-Militäreinsatz nicht aus

Die Krise in Venezuela spitzt sich zu. Für den Interimspräsidenten wird eine Militärintervention seitens der USA zum Thema.

Will «alles Notwendige» tun, um Menschenleben zu retten: Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó. (8. Februar 2019) Bild: Manaure Quintero/Reuters

Will «alles Notwendige» tun, um Menschenleben zu retten: Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó. (8. Februar 2019) Bild: Manaure Quintero/Reuters

Venezuelas Gegenpräsident Juan Guaidó will eine von ihm autorisierte US-Militärintervention in dem südamerikanischen Krisenstaat nicht ausschliessen. Er werde «alles Notwendige» tun, um Menschenleben zu retten, sagte der Parlamentspräsident am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Er räumte ein, dass ein Eingreifen der USA ein «sehr brisantes Thema» sei.

In Venezuela herrscht seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Staatschef Nicólas Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó, der sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten ausrief. Mittlerweile haben sich rund 40 Länder hinter Guaidó gestellt, unter ihnen die USA, Deutschland und weitere EU-Staaten sowie eine Reihe südamerikanischer Länder. Maduro kann sich bisher auf die Unterstützung des venezolanischen Militärs verlassen.

Maduro: Humanitäre Krise «erfunden»

Washington hat eine Intervention der US-Armee in Venezuela nicht ausgeschlossen. Präsident Donald Trump halte sich «alle Optionen» offen, hatte der Nationalen Sicherheitsberater John Bolton Ende Januar gesagt.

Der venezolanische Präsident Maduro bekräftigte am Freitag den Stopp der Hilfslieferungen aus den USA. Washington habe die humanitäre Krise in seinem Land «erfunden», um eine «Intervention» zu rechtfertigen.

oli/afp

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