Fall Epstein: Richter entscheidet am Donnerstag über Kaution

Jeffrey Epstein könnte bald wieder auf freiem Fuss sein. Zunächst müssten jedoch die Vermögensverhältnisse des Milliardärs geklärt werden.

Plädiert auf nicht schuldig: Unternehmer Jeffrey Epstein muss sich wegen mehrfachem sexuellem Missbrauch Minderjähriger vor Gericht verantworten. (8. Juli 2019)

Plädiert auf nicht schuldig: Unternehmer Jeffrey Epstein muss sich wegen mehrfachem sexuellem Missbrauch Minderjähriger vor Gericht verantworten. (8. Juli 2019)

(Bild: AFP Stephanie Keith)

In der Affäre um Missbrauchsvorwürfe gegen den Unternehmer Jeffrey Epstein will ein Gericht in New York am Donnerstag darüber entscheiden, ob der 66-Jährige gegen Kaution freikommen kann. Das sagte Richter Richard Berman am Montag bei einer Anhörung in New York.

Zunächst müssten unter anderem die Vermögensverhältnisse des Unternehmers besser geklärt werden. Bis Donnerstag muss Epstein, der bei dem Termin anwesend war, somit erstmal in einem Gefängnis im Süden Manhattans bleiben.

Zwei mutmassliche Opfer von Epstein forderten das Gericht auf, den Unternehmer bis zu einem Prozess im Gefängnis zu belassen. «Er ist eine zu gefährliche Person, um ihn auf der Strasse herumlaufen zu lassen», sagte eine der Frauen bei dem Gerichtstermin.

Epsteins Verteidiger forderten hingegen, dass der Unternehmer auf Kaution freikommen und in New York unter Hausarrest gestellt werden solle. Bei einer Durchsuchung von Epsteins Anwesen in New York seien unter anderem «Berge von Bargeld», «Dutzende Diamanten» und ein gefälschter saudi-arabischer Pass gefunden worden, teilten die Ermittler mit.

Entging bereits 2008 einem Verfahren

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche neue Vorwürfe gegen Epstein erhoben. Sie beschuldigt ihn, zwischen 2002 und 2005 Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Epstein plädierte auf nicht schuldig.

2008 war Epstein in dieser Sache bereits einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft auf Bundesebene einging. Dem Deal hatte der damalige Staatsanwalt in Florida, Alexander Acosta, damals zugestimmt. In der vergangenen Woche war er daraufhin als US-Arbeitsminister zurückgetreten.

Der 1953 in New York geborene Epstein hat sein Vermögen vor allem als Investmentbanker gemacht und sich immer gerne mit prominenten Stars und Politikern in der Öffentlichkeit gezeigt.

sda

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