Die geheimen Stinger-Raketen in Manhattan

Die New Yorker Polizei sei im Ernstfall in der Lage, Flugzeuge abzuschiessen, behauptete Polizeichef Kelly im Fernsehen. Die wirklich schweren Geschütze habe aber das FBI, berichtet ein Insider.

Überwachung von der Luft aus: Küstenwache mit einem M-240 Maschinengewehr über New York.

Überwachung von der Luft aus: Küstenwache mit einem M-240 Maschinengewehr über New York.

(Bild: Keystone)

Mit ihren Worten weckten New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg und Polizeichef Raymond Kelly wohl manche Fantasien. Das New York Police Department verfüge über geheime Waffen zur Verteidigung gegen Angriffe aus der Luft, bestätigte Bloomberg, nachdem Kelly tags zuvor gegenüber dem Fernsehsender CBS News eine brisante Aussage gemacht hatte. Seine Beamten, hatte der Polizeichef erklärt, seien in der Lage, ein Flugzeug abzuschiessen. Bis zu diesem Zeitpunkt war lediglich bekannt gewesen, dass die New Yorker Polizei über Hubschrauber verfügt, die schwere Waffen zum Abschuss eines kleinen Flugzeugs transportieren können.

Er habe nach den Anschlägen vom 11. September 2001 entschieden, dass sich die Stadt nicht allein auf die Bundesbehörden verlassen könne, sagte Kelly im Fernsehen. Deshalb habe die New Yorker Polizei eine eigene Antiterroreinheit ins Leben gerufen. Gemäss dem Enthüllungsjournalisten Murray Weiss steht das FBI allerdings mit schwerem Geschütz bereit: «Vergesst die Behauptungen von Ray Kelly, das NYPD habe schwere Waffen, mit denen es ein Flugzeug runterholen könne», schreibt er auf der lokalen Nachrichtenplattform DNAinfo.com.

Versteckte Stinger im World Trade Center?

Die tatsächliche Abwehrkraft liege in den Händen des FBI, berichtet Weiss, der als Experte für Kriminalität und Terrorismus gilt. Die Bundespolizei verfüge über mobile Stinger-Raketen, die jeden Jet in einer Höhe von 3300 Metern treffen könnten. Der Geheimdienst sei mit solchen Waffen immer unterwegs, wenn der US-Präsident in der Stadt sei. In Manhattan sollen sich mehrere Verstecke mit Stinger befinden.

Woher er seine Informationen hat, gibt Weiss aber nicht preis – dafür beruft er sich auf sein Buch «The Man Who Warned America», das er nach den Terroranschlägen publiziert hatte. Demzufolge sollen sich schon in den Twin Towers schwere Waffen befunden haben, da mehrere Sicherheitsbehörden geheime Büros in den Gebäuden unterhalten hätten. Die Waffen, über die das NYPD verfüge, seien im Vergleich dazu nichts.

miw

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