Cohen sagt erneut vor Kongress aus – nicht öffentlich

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump soll in der kommenden Woche erneut vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen – hinter verschlossenen Türen.

Bringt Trump in Bedrängnis: Sein früherer Anwalt, Michael Cohen, soll nächste Woche erneut aussagen. Bild: Getty Images/Alex Wong

Bringt Trump in Bedrängnis: Sein früherer Anwalt, Michael Cohen, soll nächste Woche erneut aussagen. Bild: Getty Images/Alex Wong

Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Adam Schiff, sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einer nicht öffentlichen Sitzung mit Michael Cohen, die Befragung solle am 6. März fortgesetzt werden. Die Anhörung werde dann erneut hinter verschlossenen Türen stattfinden. Der Demokrat sprach von einer produktiven Befragung Cohens und nannte diesen höchst kooperativ. Erwogen wird, die Mitschrift der Anhörung nach deren Abschluss öffentlich zugänglich zu machen.

Cohen, der mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet hat, ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Der 52-Jährige wurde oft als Trumps «Ausputzer» beschrieben. Er hat sich von seinem Ex-Boss abgewendet und ihn mehr als einmal in Bedrängnis gebracht.

Zu drei Jahren Haft verurteilt

In dieser Woche hatte er mehrere Anhörungen vor verschiedenen Gremien des Kongresses, zum Teil in geschlossenen Sitzungen. Am Mittwoch hatte er aber auch in öffentlicher Sitzung vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses ausgesagt. Cohen bezeichnete seinen früheren Chef dort als Betrüger und Rassisten und warf ihm diverse Vergehen vor. Er beschuldigte Trump etwa, dieser habe vorab von der Veröffentlichung gehackter E-Mails der Demokraten durch Wikileaks im Präsidentschaftswahlkampf 2016 gewusst.

Im vergangenen Jahr hatte sich Cohen selbst vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstössen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung – durch Schweigegeldzahlungen, die er nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte. Im Dezember wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt, die er im Mai antreten soll.

sda

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