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40 Jahre Gefängnis für kanadischen Guantánamo-Häftling

Als 15-Jähriger kämpfte der Kanadier Omar Khadr in Afghanistan gegen die US-Truppen. Nun ist er als letzter Guantánamo-Häftling eines westlichen Staates verurteilt worden.

Tötete mit einer Handgranate einen US-Soldaten: Omar Khadr.
Tötete mit einer Handgranate einen US-Soldaten: Omar Khadr.
AFP

Vor einem Militärgericht auf dem US-Stützpunkt Guantánamo ist der Kanadier Omar Khadr zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 24-Jährige wurde des Mordes, der Verschwörung, der Spionage und der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung für schuldig befunden.

Khadr muss damit noch acht Jahre absitzen. Am vergangen Montag hatte er sich in allen Anklagepunkten schuldig bekannt. Unter anderem gab er zu, 2002 einen US-Soldaten mit einer Handgranate getötet zu haben. Sein Schuldbekenntnis war Teil einer strafmildernden Vereinbarung mit den US-Behörden.

Als 15-Jähriger in Afghanistan aufgegriffen

Von den acht Jahren Haft muss er nach Angaben des Militärrichters Patrick Parrish eines in Guantánamo verbringen, den Rest in einem kanadischen Gefängnis, wenn die Regierung in Ottawa ihr Einverständnis gibt.

Khadr ist der letzte Staatsbürger eines westlichen Landes, der in Guantánamo festgehalten wird. Er war 2002 im Alter von nur 15 Jahren in Afghanistan ergriffen und nach Guantánamo gebracht worden. Der heute 24-Jährige hat inzwischen mehr als ein Drittel seines Lebens in dem US-Lager auf Kuba verbracht.

SDA/miw

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