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Frühwarnsystem beim ExitAufwendige Suche nach Viren im Schmutzwasser

Schweizer Forscher haben Teile von Coronaviren im Abwasser gefunden. Mit ihrem Verfahren könnte der Ausstieg des Lockdown überwacht werden. Allerdings verlangt die Methode mehr Laborkapazitäten und eine etablierte Logistik.

Spurensuche nach Virenteilen im Abwasser von Kläranlagen könnte helfen, den Verlauf der Pandemie zu überwachen.
Spurensuche nach Virenteilen im Abwasser von Kläranlagen könnte helfen, den Verlauf der Pandemie zu überwachen.
Foto: Keystone/Christian Beutler

Die Kläranlagen der Schweiz sind nicht nur dazu da, die Siedlungsabwässer zu reinigen. Das Abwasser ist auch ein Archiv dafür, was die Bevölkerung Stunde für Stunde ausscheidet. Diesen Vorteil wollen nun Forscher des Wasserforschungsinstituts Eawag in Dübendorf und der EPFL in Lausanne ausnutzen, um den Verlauf der Corona-Pandemie in der Schweiz zu verfolgen. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, im Abwasser Teile des Virus Sars-CoV-2 nachzuweisen. «Wir könnten damit vermutlich früher als über klinische Tests erkennen, ob der Ausstieg aus dem Lockdown keinen Wiederanstieg von Infektionen verursacht», sagt Christoph Ort von der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft der Eawag.

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