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Dimitri Stapfer im Podcast«Beim Sex sind Rollenspiele tabu»

Im Podcast «Wahrheit, Wein und Eisenring» sprechen Prominente über Tabuthemen. In der neuen Folge redet Dimitri Stapfer über Missbräuche und seinen letzten Exzess.

«Das war für mich ein totaler Übergriff»: Dimitri Stapfer über berufliche Sexszenen.
«Das war für mich ein totaler Übergriff»: Dimitri Stapfer über berufliche Sexszenen.
Foto: Mirja Gabathuler

Yvonne Eisenring trifft den Schauspieler Dimitri Stapfer zu einem radikal ehrlichen Gespräch. Vor dem 32-Jährigen liegt ein Stapel Karten, auf denen Begriffe wie Missbrauch, sexuelle Tabus oder Drogen stehen. Jede Karte, die er aus dem Stapel zieht, wird zum Thema. Dimitri Stapfer darf das Gespräch abbrechen, eine Frage verweigern oder eine Gegenfrage stellen. Alles ist erlaubt – ausser zu lügen.

Drei Karten und drei Antworten aus dem Gespräch.

Karte «Missbrauch»

«Mir ist wichtig, dass es bei Sexszenen für beide stimmt, ich mit meiner Spielpartnerin ein Codewort habe und wir genau wissen, wo unsere Grenzen sind. Da habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Einmal hat mir ein Regisseur einfach eine Schauspielerin auf den Schoss gesetzt, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Er sagte salopp: ‹Lernt euch mal kennen.›3

Das war für mich ein totaler Übergriff, und ich habe den Raum verlassen. Heute würde ich anders reagieren, aber da wurde mir bewusst, was jemand für eine Macht hat, wenn der andere unsicher ist.»

Karte «Exzess»

«Mein letzter Exzess war ein Frust-Saufen. Ich wurde letztes Jahr von Swiss Films zum Shootingstar nominiert, erfuhr jedoch per Telefon, dass ich nicht gewonnen hatte. Ich war so enttäuscht. Ein Freund, der das mitbekam und mich sehr gut kennt, fand, wir sollten in die nächstbeste Bar gehen. Das haben wir dann auch gemacht. Es wurde ein grossartiger Abend. Ich kannte so viele Leute und habe einen Negroni nach dem anderen getrunken.»

Karte «Sexuelle Tabus»

«Auf Pinkelspiele habe ich keinen Bock. Aber sonst? Ich habe keine Vorurteile was Sex betrifft. Ich wurde aber auch noch nie an eine Praktik herangeführt, bei der ich dachte: ‹Ups, mache das lieber mit jemand anderem›. Vielleicht bin ich einfach extrem offen, aber bei mir wurde noch nie eine Grenze überschritten. Rollenspiele würde ich jetzt nicht unbedingt machen wollen. Wenn ich Sex habe, will ich ich sein. Ich spiele ja sonst genug Rollen in meinem Leben.»


Dimitri Stapfer erzählt zudem, warum er zu wenig eifersüchtig ist und welche Droge er eine «Kackdroge» findet. Neugierig? Dann hören Sie rein!




10 Kommentare
    Angela Müller

    Öhhh, wo bin ich hier gelandet? Ich dachte mein Abo gilt für die Berner Zeitung...