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Beizer-Aufstand gescheitertAuf der Suche nach Gastro-Rebellen

Ein Akt des Ungehorsams hätte es werden sollen: Wirte sollten am Montag im Rahmen einer länderübergreifenden Aktion ihre Lokale trotz Verbot öffnen. Die BaZ sah sich in Basel um – und entdeckte ein einziges geöffnetes Café.

Eine Demonstration der Verzweiflung: Die Inhaberin des Cafés Aika im Neubad bediente am Montag Gäste.
Eine Demonstration der Verzweiflung: Die Inhaberin des Cafés Aika im Neubad bediente am Montag Gäste.
Foto: Martin Furrer

Ein Aufstand der Wirte war für Montag angekündigt – eine Aktion des zivilen Ungehorsams gegen die behördlich verfügte Schliessung von Restaurants, Cafés und Bars. «Wir machen nicht mehr mit!», drohte eine Gruppierung, die in der Schweiz, Deutschland und Österreich aktiv ist. Sie klagte: «Wir waren bereit, aus Solidarität Umsatzeinbussen zu ertragen.» Jetzt sei ihre Geduld am Ende. «Wir machen auf!», verkündeten sie auf ihrer Website.

Endlich wieder Normalität? Endlich wieder schäumendes Bier aus dem Zapfhahn in der Beiz? Endlich wieder Leben in der Gastronomie – wenn auch nur für einen Tag? In der Vitrine beim Eingang zum Restaurant Kunsthalle hängt eine Speisekarte. «Feine Nudeln an Trüffel-Schaumsauce» sind im Angebot. Aber das Restaurant ist geschlossen. Die Campari-Bar nebenan hat aufgestuhlt statt rausgestuhlt. Der Burgergrill «Hans im Glück» in der Steinenvorstadt ist nur für Take-away-Kunden offen. «Wir machen bei dieser Aktion nicht mit», sagt die Dame hinter der Kasse mit grimmiger Entschlossenheit: «Wir halten uns an die Regeln.»

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