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Wenn Konsum zur Obsession wirdAuch Männer werden kaufsüchtig

Jung, weiblich, ungebildet – so das Klischee der Shoppingqueen, die sich beim Einkaufen nicht im Griff hat. Eine neue Studie widerlegt dies.

Kaufen ist keine Frage des Geschlechts – Männer sind ebenso anfällig für risikoreiches Konsumverhalten.
Kaufen ist keine Frage des Geschlechts – Männer sind ebenso anfällig für risikoreiches Konsumverhalten.
Foto: Keystone

Man erinnert sich an die Pakete, die sich im Frühling, als die Läden geschlossen waren, Woche für Woche vor der Haustür stapelten. Kleider, Velozubehör, Möbel – alles wurde per Post angeliefert. Man erinnert sich auch an die Warteschlangen vor den Geschäften, als diese nach dem Lockdown wieder öffneten, vor einigen Luxusboutiquen an der Zürcher Bahnhofstrasse zum Beispiel.

Kaufen, das wurde in den vergangenen Monaten besonders augenscheinlich, ist so viel mehr als der Tausch von Geld gegen Ware: Es ist uns ein Ventil, eine Ersatzhandlung für vieles, was wir empfinden oder ausdrücken möchten. Mit dem neuen iPhone belohnt man sich, und das Schlafzimmer neu einzurichten, kann das Gefühl vermitteln, wenigstens in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt handeln zu können. Auf «Bestellen» zu klicken oder mit einer vollen Einkaufstüte das Geschäft zu verlassen, das fühlt sich gut an.

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