Zum Hauptinhalt springen

Interview mit einem Weinexperten«Auch für zehn Franken findet man einwandfreie Tropfen»

Thomas Vaterlaus erklärt, warum französische Weine nicht unbedingt besser, aber trotzdem teurer als Italiener und Spanier sind.

150’000 verschiedene Weine werden in der Schweiz angeboten – wie wählt man da aus? Fachmann und Geniesser Thomas Vaterlaus bei der Arbeit.
150’000 verschiedene Weine werden in der Schweiz angeboten – wie wählt man da aus? Fachmann und Geniesser Thomas Vaterlaus bei der Arbeit.
Foto: PD

Thomas Vaterlaus, ist teurerer Wein auch besserer Wein?

Es ist heute absolut kein Problem mehr, auch für zehn bis zwanzig Franken einen einwandfreien Tropfen zu finden. Know-how und Technik auf der Winzerseite sind enorm gestiegen, und so treffe ich auch bei Degustationen kaum mehr fehlerhafte Weine an.

Sind Weinbewertungen damit obsolet geworden?

Weinkritiker und Händler, die auf der Höhe der Zeit sind, richten ihr Augenmerk inzwischen weniger auf Punkte und Auszeichnungen. Vielmehr geht es darum, für einen Wein das entsprechende Publikum zu finden. Dies geht wohl am besten mit ein, zwei beschreibenden Sätzen. Wer schwere, konzentrierte und süssliche Weine mag, dürfte mit einem Amarone glücklich werden. Wer leichte, fruchtige Rote schätzt, landet beim Beaujolais. Sie dürfen nicht vergessen, die Bandbreite des Angebots bleibt unüberschaubar – in der Schweiz sind wohl rund 130’000 verschiedene Provenienzen erhältlich.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.