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Abrechnungen am UnispitalArzt war im Ausland, als er in Zürich gearbeitet haben soll

Die Herzklinik des Unispitals kassierte über eine Million für teure Arztgespräche. Teils im Namen von Ärzten, die gar keinen Dienst hatten.

Die Enthüllungen vom Freitag über Unregelmässigkeiten bei Honoraren am Zürcher Universitätsspital (USZ) haben in der Ärzteschaft hohe Wellen geworfen. Einige Mediziner fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Andere fragen sich, ob ihr Name für einen Abrechnungsschwindel missbraucht wurde.

Am Unispital wird jetzt untersucht, ob die verrechneten Arztgespräche überhaupt stattgefunden haben.
Foto: USZ, undatiertes Handout
Am Unispital wird jetzt untersucht, ob die verrechneten Arztgespräche überhaupt stattgefunden haben.
Foto: USZ, undatiertes Handout

Die Recherchen zeigten, dass die Klinik für Herzchirurgie allein von Januar 2019 bis Juni 2020 über 1700 sogenannte interdisziplinäre Arztgespräche verrechnet hat zu je 600 oder 1000 Franken. Und zwar systematisch bei Privat- und Halbprivatpatienten. Bei manchen täglich. Zum Vergleich: Sogenannte Konsilien, bei denen ein Arzt bei einem anderen Rat zu einem spezifischen Patienten sucht, kosten rund 300 Franken.

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