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Im Baselbiet drohen ErnteausfälleApril wird zur Zitterpartie für Obst- und Rebbauern

Vor allem den Zwetschgen hat die jüngste Kälteperiode zugesetzt. Das Schadensausmass lässt sich noch nicht wirklich feststellen. Doch die Extremereignisse häufen sich.

In einigen Anlagen hat der Frosteinbruch der vergangenen Tage den Obstbäumen zugesetzt. Das Schadensausmass ist aber noch nicht festzustellen.
In einigen Anlagen hat der Frosteinbruch der vergangenen Tage den Obstbäumen zugesetzt. Das Schadensausmass ist aber noch nicht festzustellen.
Foto: Keystone

Die vergangenen Nächte mit bis zu fünf Minusgraden, teilweise verbunden mit Regen, Wind und Schnee, haben zweifellos in den Obstkulturen der Region Schäden hinterlassen. «Für eine Bilanz ist es aber entschieden zu früh. Über quantitative Ertragseinbussen kann man aber erst ab Mitte Mai Aussagen machen», meint Franco Weibel vom Ressort Spezialkulturen im Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in Sissach.

Zum einen, so Weibel, wisse man noch nicht, wie viele Blüten vor allem beim Steinobst – Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen – erfroren sind. Und zum andern sei auch die Witterung der kommenden fünf Wochen für die weitere Entwicklung sehr entscheidend. Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren gravierenden Frostnächten mehr kommt und das Wetter einen guten Bienenflug zur Bestäubung und Befruchtung ermöglicht, sei nämlich je nach Sorte und Lage eine sogenannte Schadenskompensation noch möglich. «Denn für eine Vollernte braucht es nur etwa 15 Prozent eines guten Blütenansatzes», sagt Franco Weibel.

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