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Integrierte Warn-AppApple und Google bauen Corona-Software in Handys ein

Warn-Apps könnten schon bald auf allen Smartphones installiert sein – auch wenn das die Nutzer gar nicht wollen. Aufregung ist aber trotzdem nicht angesagt.

Auch nach den Plänen von Apple und Google keine Pflicht zur Nutzung: Software zur Corona-Prävention und -Rückverfolgung, hier die deutsche Corona-Warn-App.
Auch nach den Plänen von Apple und Google keine Pflicht zur Nutzung: Software zur Corona-Prävention und -Rückverfolgung, hier die deutsche Corona-Warn-App.
Foto: Michael Kappeler (Keystone)

Apple und Google geben Regierungen die Möglichkeit, eine Corona-Warn-Infrastruktur auf Smartphones auch ohne eine gesonderte App aufzusetzen. Google integriert dafür die nötige Funktionalität direkt in das Betriebssystem Android, Apple in die Version 13.7 des iOS-Systems seiner iPhones. Die Nutzer werden gefragt, ob sie an der Nachverfolgung teilnehmen wollen.

Bestehende Corona-Warn-Apps werden weiterhin funktionieren, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Die Technologie soll helfen, die Coronavirus-Ausbreitung zu stoppen, indem Nutzer gewarnt werden, wenn sie sich neben einer infizierten Person aufhielten. Smartphones, auf denen die Funktion aktiviert wurde, tauschen untereinander Bluetooth-Schlüssel aus.

Dezentrale Auswertung zwecks Datenschutz

Nach aktuellen Vorgaben der Gesundheitsbehörden gibt es eine Warnung, wenn sich herausstellt, dass man sich 15 Minuten lang in der Nähe eines Infizierten aufhielt.

Die Dauer und die Entfernung können von den Behörden angepasst werden. Ein Erfolg der Apps hängt auch davon ab, dass Nutzer ihre positiven Ergebnisse eines Corona-Apps in der App teilen. Der Abgleich der Schlüssel wird dabei nur auf den Smartphones durchgeführt, um den Datenschutz zu gewährleisten.

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SDA/oli