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Baden im RheinAngelhaken wird 12-jährigem Schwimmer zum Verhängnis

Der Bub blieb beim Schwimmen in Rheinfelden an einem Haken hängen. Seine Eltern mussten die Anglerschnur mit einem Drahtschneider durchtrennen. Der 12-Jährige verletzte sich am Finger, hatte aber sonst Glück im Unglück.

An diesem Haken blieb der 12-jährige Nicolas beim Baden im Rhein bei Rheinfelden AG hängen.
An diesem Haken blieb der 12-jährige Nicolas beim Baden im Rhein bei Rheinfelden AG hängen.
Foto: DR

Ein 12-Jähriger aus dem Kanton Freiburg erlitt vergangene Woche beim Baden im Rhein bei Rheinfelden einen äusserst seltenen und schmerzhaften Badeunfall, wie 20 Minutes berichtet. Nicolas war mit seiner Familie auf einer Kajak-Tour auf dem Rhein, als er sich abkühlen wollte. «Er blieb plötzlich an etwas hängen, das ihn im Wasser hielt», erzählen seine Eltern.

Als sie zu Hilfe kamen, stellten sie fest, dass es der Haken am Ende einer Anglerschnur war, die ihren Sohn gefangen hielt. Der Haken steckte ziemlich tief in seinem Finger. An Bord ihres Boots hatten sie glücklicherweise einen Drahtschneider, mit dem der Nylonfaden durchtrennt werden konnte. «Zum Glück ist Nicolas ein guter Schwimmer und ist nicht in Panik geraten», sagt seine Mutter.

Ab in die Notaufnahme

Um den Widerhaken zu entfernen, musste die Familie aber die Notaufnahme des Spitals Rheinfelden aufsuchen. «Fünf Tage später kann Nicolas seinen Finger noch immer nicht normal bewegen», erzählt die Mutter.

Badeunfälle mit Fischerhaken sind äusserst selten. «Laut unserer Statistik gab es zwischen 2013 und 2017 keinen einzigen», so Marc Kipfer von der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Der schweizerische Fischereiverband weist darauf hin, dass 90 Prozent der in Flüssen verwendeten Haken aus Bronze sich sehr rasch abbauen. «Sie sind innert weniger Monate harmlos», so ein Sprecher.

20min/bor