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Max Frisch und sein «Wilhelm Tell»An der Schweiz leiden

Vor knapp fünfzig Jahren erschien «Wilhelm Tell für die Schule». Darin schuf der Schriftsteller ein Bild der Schweiz, das die politischen Diskussionen bis heute prägt.

Auf dem Kopf nicht den Pausenapfel, sondern Max Frisch: Irgendwann wird auch dieser Junge, der nicht Walther heisst, «Wilhelm Tell für die Schule» lesen müssen.
Auf dem Kopf nicht den Pausenapfel, sondern Max Frisch: Irgendwann wird auch dieser Junge, der nicht Walther heisst, «Wilhelm Tell für die Schule» lesen müssen.
Foto: Flavio Karrer

Wie manifestiert sich das: Weltoffenheit? Mit Bezug auf die neuere Schweizer Zeitgeschichte gefragt: Wie kam es dazu, dass Leute, die ihr häusliches Domizil bloss zu Ferienzwecken verlassen oder es für die Dauer eines Sabbaticals gegen harten Franken vermieten, Leute also, die ein im Grunde gutbürgerliches Leben führen und, obschon sie nichts mehr fürchten als die Konsequenzen wirklichen Aussenseitertums, sich zeitlebens als Revoluzzer fühlen – wie kam es dazu, dass solche Leute sich ab den 1960er-Jahren ein kosmopolitisches Selbstbild zulegten?

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