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Neu erschienenAls Basels Larven noch aus Thüringen kamen

Basels eigene Larvenproduktion ist erst rund 100 Jahre alt; vorher stammten die Masken aus Deutschland. Ein Buch erzählt die Geschichte jener Maskenmanufakturen.

Doppelseite aus dem 1888 erschienenen Katalog der Maskenfabrik Eilers & Mey.
Doppelseite aus dem 1888 erschienenen Katalog der Maskenfabrik Eilers & Mey.
Quelle: Archiv Manebach

Weiss unsere junge Generation, dass die Basler Fasnächtler bis in die 1950er-Jahre hinein den Räppli noch Konfetti sagten und bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Larve als Maske bezeichneten? Wenn nicht, dann ist ihr auch nicht bewusst, dass jene Masken nicht aus Basel selber, sondern aus Deutschland stammten.

Die Geschichte der Larve, wie wir sie in Basel kennen, geht zurück ins 18. Jahrhundert und führt im 19. Jahrhundert nach Thüringen, wo sich in Sonneberg, Ohrdruf und Manebach die grössten Fabrikationen befanden. Die Firmen produzierten Tausende von Papier- und Wachslarven, die grossenteils in Heimarbeit hergestellt wurden; zu ihrem Sortiment gehörten unter anderem auch eine Art Waggis- und eine Ueli-Larve. Daneben konzentrierte man sich auf die Herstellung diverser Karnevalsartikel wie Fähnchen, Girlanden, Lampions und Scherzartikel. An der Spielwarenmesse in Nürnberg zeigten die Firmen jeweils eine Auswahl ihres Sortiments. Auch Basler Spielwarenhändler kauften dort ein.

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