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Pornografie im NetzAllianz von links bis rechts will griffigen Jugendschutz

Parlamentarier wollen Jugendliche besser vor Pornografie im Internet schützen. Das bestehende Gesetz werde zu wenig umgesetzt, sagen sie.

Anbieter haben die Lockdown-Zeit genutzt, Pornografie kostenlos ins Netz zu stellen.
Anbieter haben die Lockdown-Zeit genutzt, Pornografie kostenlos ins Netz zu stellen.
Keystone/Marcus Brandt
Nik Gugger von der EVP stört sich daran, dass unter 16-Jährige so leichter  an Pornos kommen, obwohl das eigentlich verboten ist. Er hat einen Vorstoss eingereicht.
Nik Gugger von der EVP stört sich daran, dass unter 16-Jährige so leichter an Pornos kommen, obwohl das eigentlich verboten ist. Er hat einen Vorstoss eingereicht.
Keystone
…oder der SVP-Präsident Albert Rösti.
…oder der SVP-Präsident Albert Rösti.
Keystone/Anthony Anex
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Die Anbieter von Pornografie im Internet haben die Weisung des Bundesrates, während der Coronakrise zu Hause zu bleiben, dafür genutzt, ursprünglich kostenpflichtige Angebote gratis ins Netz zu stellen. Nur drängen Parlamentarier von links bis rechts auf einen besseren Schutz von Minderjährigen vor solchen Seiten. Im Gesetz sei die Verbreitung von Pornografie an unter 16-Jährige verboten, doch werde dies schlicht nicht umgesetzt, zitiert der «SonntagsBlick» den EVP-Nationalrat Nik Gugger.

Ein entsprechender Vorstoss von Gugger fand von SVP-Präsident Albert Rösti wie auch von Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli Unterstützung. «Eine Altersprüfung, sei es via Krankenkassennummer, Kreditkarte oder ID, ist problemlos möglich. Das müssen die Betreiber dieser Seite einführen und der Bund muss dies kontrollieren», betont der Winterthurer.

Zuerst sei Balthasar Glättli skeptisch gewesen, schreibt die Zeitung. «Denn Netzsperren trage ich auf keinen Fall mit. Aber es ist nur richtig, wenn die Anbieter selbst eine Alterskontrolle durchführen.»

20 Kommentare
    Robert Walpole

    Die Welt ist nicht mehr, wie sie vor dreissig Jahren einmal war. Die Digitalisierung hat viel befeuert, nicht nur die Wirtschaft. Weil aber auch der Sex an sich und die Pornografie längst kommerzialisiert sind und auch Dreizehnjährige bereits Sex haben, mit Wissen und sogar Unterstützung

    Ihrer Eltern, werden Verbote nichts nützen. Denn solche werden mit Sicherheit umgangen. Fazit? In erster Linie sind in Gottesnamen die Eltern gefordert. Sie müssen sich mit ihren Sprösslingen auseinandersetzen. Nicht alle Eltern können das wirklich. Das war schon immer so. Deshalb besteht auch heute ein Restrisiko im Zusammenhang mit der Entwicklung der Jugendlichen.