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«Alles, was wir hören, sind Beschwichtigungen»

BaZ: Herr Neuer, als Geschäftsführer der Nichtregierungs-Organisation «UN Watch», die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tätigkeiten der UNO kritisch unter die Lupe zu nehmen, kämpfen Sie gegen die Diskriminierung und für die Gleichbehandlung sämtlicher UNO-Mitgliedstaaten. Dabei kritisieren Sie vor allem die Diskriminierung Israels in der Staatengemeinschaft und das UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). Welche Rolle nimmt die Schweiz in diesem Konflikt ein?

Erbringt die Schweiz auch weitere finanzielle Leistungen?

Der Basler Zeitung liegt eine E-Mail vor, die Sie Pierre Krähenbühl geschrieben haben, Direktor des UNO-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten. Darin schreiben Sie, «UN Watch» habe in einem Bericht 70 Fälle von Aufstachelung zu Hass seitens der vom UNRWA beschäftigten Lehrpersonen dokumentiert.

Wie reagierte das UNRWA?

Gab es Exponenten des UNRWA, die sich zu Ihren Vorwürfen geäussert haben?

Da die Schweiz Millionenbeträge spendet, bedeutet das also, dass ich als Schweizer Steuerzahler mit meinem Geld israelkritische Nichtregierungs-Organisationen, Familien palästinensischer Terroristen und das UNRWA mitfinanziere, die nicht in der Lage oder nicht willens sind, die von ihr angestellten Lehrpersonen zu feuern, die auf ihren Facebook-Seiten Hitler-Bilder, Hitler-Zitate und Bilder von Terroranschlägen posten, zu Hass anstacheln und die radikalislamische Hamas anpreisen?

Das bedeutet auch, dass Steuerzahler in der Schweiz, die jüdischen Glaubens sind, indirekt Geld an Organisationen zahlen, deren Angestellte zu Hass gegenüber Juden und Israel aufrufen.

Äusserte sich das Schweizer Aussen­departement (EDA) zu diesen Vorfällen?

Es liegen auch Berichte über Lehrmittel für Kinder in den Palästinensischen Gebieten vor, in denen das Existenzrecht des Staates Israel relativiert oder gänzlich negiert wird. Da diese Entwicklungen von «UN Watch» nun seit Jahren verfolgt werden, könnte davon ausgegangen werden, dass eine junge Generation von Palästinensern systematisch dazu erzogen wird, Israel und Juden zu hassen.

Wie kann dieses Problem langfristig angegangen werden?

Die USA sind einer der grössten Unterstützer Israels, gleichzeitig sind sie der grösste Spender an das UNRWA. Wie kann es sein, dass gewisse Staaten, die sich öffentlich für Israel einsetzen, solche Summen an die Hilfsorganisation zahlen, obwohl sie wegen Berichten wie jenem von «UN Watch» wissen sollten, dass diese Gelder Lehrpersonen finanzieren, die zu Hass aufstacheln?