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NachrufAlbert Spycher-Gautschi

Als Lehrer, aber auch als Volkskundler, der interessante Publikationen herausbrachte, hat sich Albert Spycher in Basel einen Namen gemacht.

Albert Spycher-Gautschi.
Albert Spycher-Gautschi.

Vor gut einer Woche ist der Lehrer Albert Spycher-Gautschi knapp zwei Monate nach seinem 88. Geburtstag gestorben. Generationen von Schülerinnen und Schülern war er – zunächst als Lehrer, später als Vorsteher in den Schulhäusern Isaak-Iselin, Gotthelf und Neubad – ein Begriff.

Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge war Albert Spycher aber auch volkskundlerisch tätig. Unter ihm entstanden in der Reihe «Altes Handwerk» der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde insgesamt zehn Hefte. Darüber hinaus publizierte er mehrere Bücher; zu nennen sind hier unter anderen «Der Basler Lällenkönig, seine Nachbarn, Freunde und Verwandten», «Rheingold: Basel und das Gold am Oberrhein», «Leckerli aus Basel – ein oberrheinisches Lebkuchenbuch» und «Back es im Öfelin oder in der Tortenpfann». Bei all diesen Publikationen unterstützte ihn seine Frau Rosmarie Madeleine Gautschi als Fotografin. Er hatte sie 1958 geheiratet und mit ihr drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne, grossgezogen.

Neben seinem Lehrerberuf war Albert Spycher als freier Mitarbeiter für das Radio DRS 1 im Studio Basel tätig. Einzelne seiner Beiträge sind im Radioarchiv digitalisiert und erinnern an Aufnahmen mit Schriftstellern wie Alfred Andersch und Max Frisch, mit dem Geschichtsprofessor Edgar Bonjour, dem Clown Dimitri oder dem Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Des Weiteren engagierte er sich als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Bürgerforschungsprojekten «Theo der Pfeifenraucher» und «die Dame von der Barfüsserkirche» (Mumie) des Naturhistorischen Museums.

Als im Jahr 2009 seine Frau an Alzheimer erkrankte, stand für ihn deren Betreuung an erster Stelle. Langsam nahm Albert Spycher Abschied von seiner Ehefrau. Nun haben dieser Tage seine Kinder, Grosskinder und sein Urgrosskind von ihm Abschied genommen.