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Kalbitz gegen AfDAbgeordneter scheitert mit Eilantrag gegen Rauswurf aus Partei

Andreas Kalbitz, einer der wichtigsten Vertreter der rechtsnationalen Strömung in der AfD, bleibt vorerst aus der Partei ausgeschlossen.

Bleibt nach der herben Niederlage wohl doch nicht: Ein Lastwagen mit dem Konterfei von Andreas Kalbitz fährt am Berliner Landgericht vorbei.
Bleibt nach der herben Niederlage wohl doch nicht: Ein Lastwagen mit dem Konterfei von Andreas Kalbitz fährt am Berliner Landgericht vorbei.
Foto: Filip Singer (Keystone)

Das Landgericht Berlin hat den Antrag des Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Kalbitz gegen seinen Rauswurf aus der rechtspopulistischen deutschen Partei abgelehnt.

Damit hat die Annullierung der Parteimitgliedschaft des 47-Jährigen durch das AfD-Bundesschiedsgericht Bestand – zumindest so lange, bis im Hauptsacheverfahren ein Entscheidung fällt.

Bundesvorstand nicht zuständig

In einem ersten Verfahren hatten die Richter im Juni einem Eilantrag von Kalbitz gegen seinen Rauswurf aus der Partei durch den Bundesvorstand noch stattgegeben. Die Richter hatten damals erklärt, dass die Annullierung der Parteimitgliedschaft durch den Bundesvorstand unzulässig sei. Vielmehr sei das Parteischiedsgericht für eine Beendigung der Mitgliedschaft zuständig. Nachdem das Bundesschiedsgericht den Spruch des Bundesvorstands Ende Juli bestätigt hatte, war Kalbitz erneut vor Gericht gezogen.

Der AfD-Bundesvorstand hatte die Mitgliedschaft von Kalbitz im Mai mit knapper Mehrheit für nichtig erklärt. Als Grund für den Beschluss gab der Vorstand an, dass Kalbitz bei seinem Eintritt in die Partei 2013 eine frühere Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen rechtsextremen «Heimattreuen Deutschen Jugend» (HDJ) und bei den Republikanern zwischen Ende 1993 und Anfang 1994 nicht angegeben habe. Neben Thüringens Landeschef Björn Höcke gilt Kalbitz als wichtigster Vertreter der rechtsnationalen Strömung in der Partei.

Kalbitz hatte am Dienstag seinen Rückzug vom Fraktionsvorsitz im Landtag erklärt, den er eigentlich nur bis zur Entscheidung des Gerichts ruhen lassen wollte. Hintergrund ist der Spitalaufenthalt des Parlamentarischen Geschäftsführers Hohloch. Der junge Politiker war vergangene Woche nach eigenen Angaben mit einem Milzriss in die Klinik gekommen. Zuvor hatte ihn Kalbitz nach Angaben aus der Partei im Landtag unbeabsichtigt heftig berührt. Kalbitz selbst sprach von einem «Missgeschick».

SDA