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Wegen neuer Corona-MassnahmenAdieu Publikum – in Basel folgen Konzertabsagen am Laufmeter

Der Bundesrat will nur noch 50 Besucher an öffentlichen Events zulassen. Das Sinfonieorchester Basel sagt deshalb grössere Konzerte ab, die Buch Basel sagt ab – die grossen Museen bleiben aber offen.

Im Stadtcasino Basel wie in anderen Kulturhäusern dürfen ab Donnerstag höchstens 50 Besucher Platz nehmen. Unter diesen Bedingungen lohnen sich Konzerte kaum noch.
Im Stadtcasino Basel wie in anderen Kulturhäusern dürfen ab Donnerstag höchstens 50 Besucher Platz nehmen. Unter diesen Bedingungen lohnen sich Konzerte kaum noch.
Foto: Pino Covino

Kulturschaffende in der Region Basel haben in den letzten Tagen Alarm geschlagen: Eine starke Herabsetzung des Besucherlimits oder gar ein neuer Lockdown wäre für die Branche existenzbedrohend. Man habe in den letzten Monaten starke Schutzkonzepte für Kinos, Theater- und Konzertsäle erarbeitet. «Bisher hat es keine nachweisliche Infektion durch einen Theaterbesuch gegeben», schreibt das Netzwerk Kulturpolitik Basel.

Die Mahnungen haben indes nichts gebracht: Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, die Personen-Obergrenze bei öffentlichen Veranstaltungen auf 50 herabzusetzen. In Basel lag diese zuletzt bei 1000. Die Neuerungen kommen für viele Veranstalter einer Hiobsbotschaft gleich. Der Einschnitt sei «massiv», sagt auf Anfrage der künstlerische Direktor des Sinfonieorchester Basel, Hans-Georg Hofmann. Man müsse die nächsten grösseren Konzerte absagen oder verschieben. Nur an kleinen Veranstaltungen wolle man, wenn möglich, festhalten sowie ab Mitte November Alternativformate präsentieren. «Unter diesen Umständen machen wir Pause», sagt indes Thomas Jung, Inhaber und Geschäftsführer des Konzertgesellschaft Basel. Die Karten behalten grundsätzlich ihre Gültigkeit. Man werde zeitnah über Ersatz- und Nachholtermine informieren.

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