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Baselbieter Bildung im FokusAbschied auf Raten vom Lehrplan 21

Drei Wochen vor der erneuten Lehrplanabstimmung will Monica Gschwind Boden gutmachen und gibt Einblick in ihren komplexen Überarbeitungsprozess. Der Grundtenor: Wir haben alles vorbildlich gemacht.

Monica Gschwind bei einer Boulderwand der Allschwiler Schule im vergangenen August.
Monica Gschwind bei einer Boulderwand der Allschwiler Schule im vergangenen August.
Foto: Kostas Maros (Tamedia)

Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) hütete sich, nur ein einziges Wort zur kantonalen Abstimmung vom 7. März zu verlieren. Es erweckt den Eindruck, als würde ihr die Volksinitiative «Die gigantische und unerfüllbare Anzahl von 3500 Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass reduzieren» wie ein Schmerz im Nacken sitzen. Denn ein Ja an der Urne würde ihren angestossenen mehrjährigen Überarbeitungsprozess des Lehrplans für die Baselbieter Schule nochmals über den Haufen werfen.

Die zeitliche Koinzidenz ihrer am Freitag einberufenen Onlinepressekonferenz mit der Volksinitiative der Starken Schule beider Basel war augenfällig: Drei Wochen vor dem Abstimmungstermin wollte sie informieren, was in ihrer Direktion im nunmehr zweijährigen und nicht abgeschlossenen Prozess alles passiert sei. Gschwinds Grundtenor: Das Baselbiet hat landesweit einen «einzigartigen Prozess» angestossen. Der neue Teil B – ein kompatibles Pendant zum vorliegenden Lehrplan 21 – werde «kompakt und fokussiert» und «wesentlich einfacher, lesbarer, praxisbezogen vorliegen, sei einem «mehrstufigen Qualitätssicherungsprozess mit Rückmeldeverfahren» unterworfen. Der Subtext dieser Adjektivgalerie lässt sich auch so lesen: Die Volksinitiative der Starken Schule brauche es nicht. Aber eben das erwähnte Monica Gschwind mit keinem Wort.

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