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Kriminalität in Basel55 Prozent weniger Taschendiebstähle, mehr häusliche Gewalt

Durch die Corona-Pandemie haben sich Art und Häufung krimineller Vorfälle in Basel-Stadt verändert, wie die Zahlen fürs erste Halbjahr 2020 zeigen.

Im ersten Halbjahr 2020 gab es in Basel-Stadt mehr Anzeigen wegen häuslicher Gewalt. (Symbolbild)
Im ersten Halbjahr 2020 gab es in Basel-Stadt mehr Anzeigen wegen häuslicher Gewalt. (Symbolbild)
Foto: Digital image

Im Kanton Basel-Stadt hat die Kriminalität im ersten Halbjahr 2020 abgenommen. Die Staatsanwaltschaft führt den Rückgang der angezeigten Delikte um 15 Prozent in erster Linie auf die Coronakrise zurück.

Die Covid-19-Massnahmen hätten namentlich zu einem Rückgang bei den Diebstahlsanzeigen geführt, teilte die Basler Staatsanwaltschaft am Montag mit. So gab es 55 Prozent weniger Taschendiebstähle, und bei den Einbruch- und Einschleichdiebstählen wurde in den ersten sechs Monaten ein Minus von acht Prozent registriert.

Einen rückläufigen Trend konstatierte die Staatsanwaltschaft auch bei den vollendeten und versuchten Tötungsdelikten (-50 Prozent), den Sachbeschädigungen (-10 Prozent) und den Vergewaltigungen.

Um 8 Prozent zugenommen haben dagegen Körperverletzungen und Tätlichkeiten. Mit ein Grund für diese Zunahme dürfte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Plus bei den Anzeigen wegen häuslicher Gewalt sein.

Ebenfalls zugenommen haben von Januar bis Juni Betrügereien (+43 Prozent) sowie Anzeigen wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (+20 Prozent).

Konkrete Fallzahlen gibt die Basler Staatsanwaltschaft für das erste Halbjahr nicht bekannt. Aufgezeigt wird für das erste Halbjahr jeweils nur ein Trend für ausgewählte Deliktsbereiche. 2019 hatte die Basler Staatsanwaltschaft insgesamt 21'234 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch verzeichnet.

SDA/bor

4 Kommentare
    vico

    Wie sieht es eigentlich in der PUK aus: Depressionen mehr Alkoholkranke-Medikamentensüchtige etc. wegen Corona ?