Zum Hauptinhalt springen

Sommersprossen 202035 besondere Momente

Am Montag startet die «Basler Zeitung» den traditionsreichen Sommersprossen-Wettbewerb. Zusammen mit den Fotografen ist Kolumnist -minu durch die Stadt gezogen und hat nach kleinen Besonderheiten gesucht. Gehen Sie mit auf die Jagd – es warten tolle Preise.

-minu geht zusammen mit den BaZ-Fotografen auf Sommersprossen-Jagd durch die Stadt.
-minu geht zusammen mit den BaZ-Fotografen auf Sommersprossen-Jagd durch die Stadt.
Fotomontage: Nino Angiuli

Nein. Irgendwie ist alles anders. Stiller. Sanfter. Manchmal auch melancholischer.

Corona hat das Leben und uns verändert. Wenn jetzt auch alles wieder von Normalität redet – irgendwie hängt ein Hauch von Tristezza über der Stadt. Ein Schatten, den auch die herrlichste Sommersonne nicht vertreiben kann.

Selbst die Ferien sind anders. Die Billigflüge wurden gestrichen, die Pläne neu überdacht. Die Schweiz wittert als Touristenland für seine eigenen Landsleute die grosse Chance – dort, wo die Japaner, Chinesen und Amerikaner ansonsten die Gipfel stürmen, winkt man nun Berner, Zürcher, Basler in die Luftseilgondeln.

Ferien findet innerhalb der eigenen Grenzen statt. Gut so. Denn ehrlich: Wer von uns kennt sein Land schon genau? Wir waren auf dem Markusplatz in Venedig, in Manhattan oder in den schwedischen Wäldern, aber wir haben die traumhaft schöne Appenzeller Landschaft oder die stillen Oasen im Jura nie besucht. Da gibt es vieles zu entdecken, Grossartiges zu sehen. Und – ach ja – der viel zitierte Spruch «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?» hat schon etwas für sich.

Wir bleiben daheim

Darum bleiben wir also auch gern daheim. Seit Jahrzehnten – zu Hause in Basel bei unseren Sommersprossen. Denn auch das Rheinknie hat den Menschen Wunderbares zu bieten. Wer braucht das Meer in Rimini, wenn er sich mit dem Schwimmfisch den Rhein runtertragen lassen kann? Und wozu Palmen in Mallorca bestaunen? Palmen wachsen – wie es der Wettbewerb in den nächsten Wochen zeigen wird – auch in unseren Aussenquartieren.

Die grossen Festivals haben zwar Sommerpause, aber die kleinen Basler Perlen dürfen stattfinden, etwa die musikalischen Sommersprossen: vier Konzerte vom Feinsten in der Arena des Kannenfeldparks. Gestartet wird nächsten Mittwoch!

Die Sommersprossen also führen uns zu einem kleinen Fleck in dieser Stadt. Zu einer Besonderheit, einem klitzekleinen Stück Stadtgeschichte, wie sie uns Basels Stadtführer Grabmacherjoggi jeden Tag auf Twitter vor Augen führt. Meistens hasten wir achtlos daran vorbei, aber jetzt, da die Stunden langsamer geworden sind, öffnen sich die Augen auch für das Besondere: Wir haben es für die Sprossenjäger aufgespürt.

35-mal werden wir auf Sprossenjagd gehen, denn der Lösungssatz hat 35 Buchstaben. Die Suche wird uns während der ganzen Sommerferienzeit in Anspruch nehmen.

Der diesjährige Spruch beinhaltet acht Wörter. Er führt uns ins Gross- und Kleinbasel, in die Altstadt, aber auch in die Quartiere und zeigt uns Basler Köpfe, Basler Spezialitäten: ganz einfach die Stadt im schillernden Sprossenkleid.

Weekend im Hotel Drei Könige

Natürlich geht es auch um Kunst, um eigenartige Orte und Friedhöfe, um den Zolli samt Nachtigallenwäldli und um die wiedergelebte Normalität, die eben doch nicht mehr ganz so normal ist.

Die erste Sprosse am Montag wird uns zu einem ganz speziellen Ort am Gürtel der Stadt führen. Die letzte Sprosse bringt uns dann wieder ins historische Basel zurück. Unsere Fotografinnen und Fotografen sind herumgejagt, um die einzelnen Sprossen-Momente abzulichten.

Und weil wir ja alle sparen müssen, haben wir uns entschieden, die Beizer der Stadt nicht auch noch mit einer Spendenanfrage zu belasten. Doch keine Angst – der Hauptpreis: ein Basel-Weekend im Hotel Drei Könige mit dem Nachtessen im Cheval Blanc und einer Stadtführung, die von Basel Tourismus offeriert wird. Unter den Gewinnern werden zudem fünf «Fresskörbe» verlost. Mitmachen lohnt auf jeden Fall – allein wegen der speziellen Mimpfeli, die wir für Sie jeden Tag vorbereitet haben.

Allerdings: Auch dieses Jahr werden sich Felhler einschleichen; das gehört einfach dazu. Selbst wenn die Redaktorinnen und Redaktoren wie die sprichwörtlichen Heftlimacher über unseren Sommerwettbewerb wachen werden. Ein Sprossenwettbewerb ohne «Berichtigungen» wäre kein Basler Sommer.

Also: Handy bereithalten. Notizblock hervorholen. Bleistift spitzen. Wir freuen uns, mit euch in den Sommer hineinzusprösseln.