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Keine Gegenstimmen im Einwohnerrat2,75 Millionen für das Kuspo Pratteln

Das Gemeindeparlament bewilligt den Investitionskredit für die neue Gebäudetechnik im Kultur- und Sportzentrum.

Konzert des Nationalen Jugendblasorchesters im Kuspo Pratteln.
Konzert des Nationalen Jugendblasorchesters im Kuspo Pratteln.
Foto: Tino Briner

Der Prattler Einwohnerrat hat am Montagabend einen Kredit von 2,75 Millionen Franken für die Sanierung und Erneuerung der Lüftungs- und Heizungsanlage im Kultur- und Sportzentrum (Kuspo) einstimmig genehmigt. Über die Notwendigkeit der Investition bestanden keine Zweifel. Mehrere Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte unterstrichen die Bedeutung des Kuspo für Pratteln.

Das Kuspo wurde 1986 erbaut. Lüftung und Heizung stammen noch aus dieser Zeit. Entsprechend veraltet sei sie im Vergleich zu den heute verfügbaren Gebäudemanagementsystemen, erklärte Gemeinderat Philipp Schoch (Grüne). «Da ist nicht viel Computertechnik drin.» Entsprechend viel Potenzial gebe es bei einer Sanierung und Erneuerung.

Bei der Heizung schliesst Pratteln das Kuspo an die Fernwärmeanlage der Elektra Baselland (EBL) in der Salina Raurica an. Gemäss Schoch können durch die Sanierung und Erneuerung der Lüftung und Heizung mindestens 90 Tonnen CO₂ eingespart werden, auch weil durch die moderne Technik die Anlagen gezielter eingesetzt und genauer gesteuert werden können.

Keine Kontrollkommission

Für Diskussionen sorgten aber die Kosten. In einem Vorprojekt war noch von zwei Millionen Franken die Rede. Genauere Abklärungen ergaben aber, dass die nötigen Investitionen 750’000 Franken mehr kosten werden. Claude Weisskopf (SVP) hinterfragte diese Kostensteigerung und beantragte für die Bauzeit eine Baukommission, die das Projekt begleitet und kontrolliert.

Gemeinderat Philipp Schoch erinnerte aber an dessen Komplexität, was es einem Kontrollorgan schwierig machen würde. Dazu warnte er vor möglichen Verzögerungen, falls zuerst noch eine Baukommission bestimmt werden müsste. «Wir wollen vorwärtsmachen und keine Zeit verlieren.» Der Antrag für eine Baukommission wurde mit 28 Nein- zu 6 Ja-Stimmen deutlich abgelehnt.