Drei Tote aus Rhein geborgen

Gleich drei Mal mussten Retter Leichen aus dem Rhein bergen. Bei einem der Toten handelt es sich um einen Brückenspringer, der in Bad Säckingen in den Tod sprang.

Ein 24- und ein 27-Jähriger sprangen am vergangenen Freitag von der Holzbrücke in Stein Säckingen. Der Jüngere fand dabei den Tod.

Ein 24- und ein 27-Jähriger sprangen am vergangenen Freitag von der Holzbrücke in Stein Säckingen. Der Jüngere fand dabei den Tod.

(Bild: Google)

Martin Regenass

Es war ein schwarzer Montagabend für Deutsche und Schweizer Einsatzkräfte auf dem Rhein. Innerhalb von knapp zwei Stunden holten Retter drei Leichen aus dem Gewässer.

Bei Bad Säckingen sprangen am letzten Freitag ein 27-Jähriger und ein 24-Jähriger von der Holzbrücke aus in den Rhein. Die beiden Freunde waren offensichtlich stark alkoholisiert. Der ältere der beiden konnte gemäss des Polizeipräsidiums Freiburg das Ufer noch aus eigener Kraft erreichen. Der Jüngere hingegen tauchte nach dem Sprung nicht mehr auf.

Eine gross angelegte Suchaktion von Rettungskräften aus Deutschland und der Schweiz blieb erfolglos. Am Montagabend gegen 19 Uhr bemerkte eine Person auf dem Rhein in Höhe Bad Säckingen eine Leiche auf dem Wasser treiben und schlug Alarm. Die Feuerwehr konnte den leblosen Körper daraufhin auf der deutschen Seite bergen. Beim Toten handelt es sich um den seit Freitag vermissten jüngeren Brückenspringer. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Todesursache abzuklären.

Noch zwei weitere Leichen gefunden

Zwei weitere Leichen sind am Montagabend im deutschen Jestetten aus dem Rhein gezogen worden. Die Ortschaft liegt rheinaufwärts oberhalb von Waldshut. Beim einen Toten handelt es sich um einen 71-jährigen Radfahrer, den die Schweizer Wasserrettung gegen 18.30 Uhr aus dem Fluss geborgen hat. Das Velo ist am Ufer aufgefunden worden, die Behörden klären die genaue Todesursache derzeit ab.

Wenig später zog die Feuerwehr auf der deutschen Seite, ebenfalls in Jestetten, eine weitere Leiche eines Mannes aus dem Wasser. Die Stelle ist laut dem Polizeipräsidium Freiburg schwer zugänglich gewesen. Die Identität des Mannes ist noch unbekannt und wird derzeit von den Behörden abgeklärt.

Wie Polizeisprecher Mathias Albicker vom Polizeipräsidium Freiburg gegenüber der BaZ erklärt, könnte der Tote mit einem Badeunfall von vor zwei Wochen zusammenhängen. Dass am Montagabend gleich drei Leichen innerhalb weniger Stunden aus dem Rhein geborgen worden sind, bezeichnet Albicker als «Zufall».

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